Israelischer Dresscode
So kleiden sich Touristen in Israel für jeden Anlass passend
Originell, eklektisch und praktisch kleide man sich in Israel, heißt es. Doch welche Kleidung ist in Israel wirklich angebracht? Das ist schwer zu sagen, denn je nach Stadt ändert sich der Dresscode in Israel fundamental. Wer eine Rundreise durch Israel plant, sollte deshalb folgende Kleidungsstücke auf die Reiseliste packen. Erfahren Sie außerdem mehr darüber, wo man am besten „auf israelisch“ shoppt.
- Wie kleidet man sich in Tel Aviv?
- Wie kleidet man sich in Jerusalem?
- Welche Kleidung sollte ich in Masada, Ein Gedi und am Toten Meer tragen?
- Akko: Wie kleidet man sich in einer Moschee in Israel?
- Wie kleidet man sich in einer Synagoge?
- Wie kleidet man sich in Israel in Zügen und öffentlichen Verkehrsmitteln?
- Ich habe keine passende Kleidung dabei! Wo kaufen Israelis ihre Kleidung?
1. Wie kleidet man sich in Tel Aviv?
Vorab eine Sache: Tel Aviv ist nicht Paris. Vielleicht liegt es am
Strand oder auch einfach daran, dass Tel Aviv die säkularste
der israelischen Städte ist, in dieser Stadt kleidet sich meistens
ziemlich informell und lässig. Viele Frauen setzten nicht nur am
Strand auf bauch- und schulterfreie Mode. Wohlgleich dies nicht
für das Arbeitsleben gelten mag. Touristinnen machen mit
einem schönem Sommerkleid und jeglicher anderer Kleidung,
die Sie zu Hause nicht zu tragen gewagt haben in Tel Aviv
nichts falsch. Aber dies ist natürlich kein Muss. Achten Sie im
Sommer auf luftige Kleidung, die bei Sonnenbrandgefahr ihre
Schultern bedeckt und einen Pullover, den Sie sich bei den
eisigen Klimaanlagen überstülpen können. Die Stadt, die
niemals schläft gibt sich modisch, sexy, praktisch und leger
zugleich. Insbesondere Reisende mit einem Zwischenstopp in
Tel Aviv sollten das bereits beim Kofferpacken bedenken.
Mitzubringen sind: Badesachen, informelle und legere Kleidung, luftige Kleidung, Pullover

2. Wie kleidet man sich in Jerusalem?
Im Westen Jerusalems leben vor allem Juden, im Osten
Jerusalem hingegen Muslime, beiden Gruppen teilen sich die
Altstadt. Touristen halten sich zum Großenteil in der Regel in
der Altstadt von Jerusalem auf. Jerusalem ist ein religiöse
Stadt, deshalb überrascht es wohl kaum, dass hier ein
besonderer Dresscode gelten muss. Auf den Straßen
Westjerusalem sind viel ultra-orthodoxe Juden anzutreffen.
Die Männer tragen Hut und schwarzen Anzug, die Frauen
Röcke, die Knöchel und Ellenbogen bedecken. Im
muslimischen Teil der Stadt sind lange Hosen und
verschleierte Frauen die Norm. Lediglich die Touristen
erkennt man in der Regel von weiten an ihren Shorts und
kurzen, enganliegenden Kleidern. Für den eigenen Komfort,
ist es als Mann in Jerusalem ratsam eine lange Hose zu
tragen. Frauen sollten zu einem kniebedecktem Rock
greifen, da dies vor unangenehmen Blicken – auch von
Seiten der Frauen – schützt, aber das ist aber natürlich kein
Muss. Der Rock muss hingegen nicht schwarz sein. An der
Klagemauer selbst sind viele bunte Muster auf den Röcken
der Frauen zu erkennen. Wichtig dabei scheint lediglich zu
sein, dass die Röcke nicht zu enganliegend geschnitten sind.
Touristen werden modische Eskapaden in der Regel jedoch
verziehen. Beachten Sie auch, dass es in Jerusalem vor allem nachts viel kühler ist als in Tel Aviv. In Jerusalem ist ein Pullover – auch im Sommer – deshalb ein absolutes Muss in Ihrem Gepäck.
Unbedingt mitbringen: Kleidung, die vor der Sonne schützt, Rock oder Hose, die die Knie bedecken, eventuell ein Hemd, das die Ellbogen bedeckt, einen Pullover für kühle Nächte

3. Welche Kleidung sollte ich in Masada, Ein Gedi und am Toten Meer tragen?
Wirft man auf der Tour nach Masada einen Blick auf die
Kleidung der Mitreisenden wird einem schnell klar, dass es
unter Touristen ein sehr unterschiedliches Verständnis davon
gibt, wie man sich in der Wüste kleiden sollte. Die einen
kommen im Strandkleidung, Sandalen oder Turnschuhen, die
anderen in Multifunktions- und Wanderoutfit. Nicht wenige
haben einen Hut, eine Bedeckung für die Schultern, viel Wasser
und viel Sonnencreme dabei. Gutes Schuhwerk (mindestens
Turnschuhe) sind allerdings unabdingbar für den
Schlangenpfad hoch auf die Festung Masada. Auch die Oase
Ein Gedi lässt sich mit festem Schuhwerk besser erkunden.
Wer allerdings die Seilbahn zur Festung hinauf fährt und nur am
befestigten Weg der Oase laufen will, muss sich darüber nicht
so viele Gedanken machen. Am Toten Meer kann der Boden
mitunter sehr heiß und schlammig sein. Die Badesachen
könnten durch den schwarzen und heilenden Schlamm dreckig
werden. Die Tour nach Masada ist ein absolutes Must-have für
jeden Israel-Touristen und fester Bestandteil aller unserer
Reisen. Das gilt es schon bei Antritt der Reise zu bedenken.
Unbedingt mitbringen: Kleidung, die vor der Sonne schützt, Badekleidung, die dreckig werden kann, Pullover in den frühen Morgenstunden, festes Schuhwerk, eventuell einen Sonnenhut, Sonnenschutz und viel Wasser!

4. Akko: Wie kleidet man sich in einer Moschee in Israel?
Der Besuch einer Moschee ist in Israel nicht sehr üblich un doft gar nicht machbar. Die Moschee von Akko ist eine der wenigen Ausnahmen. In einer Moschee ist es wichtig, dass Sie sich respektvoll kleiden. Sowohl Männer als auch Frauen sollten es vermeiden, freizügige oder eng anliegende Kleidung zu tragen. Vor allem Frauen sollten ihre Schultern, Arme und Beine bedecken. Locker sitzende Kleidung ist zu bervorzugen. Es ist üblich, dass sowohl Männer als auch Frauen ihre Schuhe ausziehen, bevor sie eine Moschee betreten. Von Frauen kann auch verlangt werden, dass sie ihr Haar mit einem Kopftuch oder einer Kopfbedeckung bedecken.
Mitzubringen sind: Locker sitzende Kleidung, Schal für Frauen

5. Wie kleidet man sich in einer Synagoge?
Wenn Sie sich für eine Synagoge einkleiden, sollten Sie bescheidene und konservative Kleidung wählen. Touristen sollten freizügige oder zu enge Kleidung vermeiden. Sowohl Männer als auch Frauen dürfen keine ärmellosen Oberteile, kurze Röcke oder Shorts sowie tief ausgeschnittene oder eng anliegende Kleidung tragen. In einigen Synagogen, insbesondere in orthodoxen oder traditionellen Synagogen, müssen Männer eine Kippa tragen. Nichtjüdische Touristen brauchen die Kippa jedoch nicht. Im Allgemeinen ist legere Geschäftskleidung sowohl für Männer als auch für Frauen angemessen. In verschiedenen Synagogen können besondere Bräuche oder Kleiderordnungen gelten.
Mitzubringen: langärmelige Business-Casual-Kleidung

6. Wie kleidet man sich in Israel in Zügen und öffentlichen Verkehrsmitteln?
Touristen glauben oft, dass das israelische Klima immer warm, feucht und sogar sehr heiß ist. Natürlich laden unter dieser Annahme dann nur luftige Sommerkleider im Koffer. Wären da bloß nicht: die Klimaanlagen. Supermärkte, Cafés, aber auch Busse und Züge werden in Israel auf Minusgrade heruntergekühlt. Auch wenn ab und zu die Klimaanlage im Bus ausfällt, sollte man im Zug ein Hemd oder einen Pullover zum Überziehen parat haben. Ansonsten wird die Erkältung nicht lange auf sich warten lassen.
Mitzubringen sind: Hemd oder Pullover

7. Ich habe keine passende Kleidung dabei! Wo kaufen Israelis ihre Kleidung?
Vielleicht haben Sie eines dieser Kleidungsstücke vergessen. In diesem Fall finden Sie Ihren perfekten israelischen Look vielleicht im Azrieli Einkaufszentrum mit seinen vielen Marken in der Nähe des HaShalom-Bahnhofs. Sie können auch durch die Boutiquen von Florentine schlendern und in einem der vielen Pop-up-Stores in Tel Aviv einzigartige Kleidung und Souvenirs kaufen. Falls Sie einen Schal vergessen haben, der Ihre Schultern bedeckt, können Sie einen der Märkte in Israel besuchen.
